frauen und familienpolitik in der ddr

Auf Frauen ausgerichtete Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Zeitliche Entwicklung der DDR-Frauen- und Familienpolitik und ihrer Gesetzgebung. Auch die wirtschaftliche Lage der DDR machte die Berufstätigkeit der Frauen notwendig, um den gesellschaftlichen "Aderlass" durch den Krieg und die Flucht- und Abwanderungsbewegung von 1945 bis zum Bau der Berliner Mauer 1961 auszugleichen und eine Produktionssteigerung zu gewährleisten. So heißt es in der DDR-Verfassung vom 7. Handelte es sich in den beiden vorangegangenen Jahrzehnten auf Grund der wirtschaftlichen Lage in erster Linie um eine Frauenarbeitspolitik, so begann 1965 mit der Verabschiedung des ersten Familiengesetzbuches der DDR[14] eine eigenständige Familienpolitik. Die Sozialisation der Kinder und Jugendlichen folgte oft einem engen vorgegebenen Muster, das durch gesetzliche Vorgaben bestimmt war: Schulpflicht, Ausbildungspflicht, Arbeitspflicht. Neben der Verbesserung der Arbeitsbedingungen wurde auch auf „moralischer“ Ebene an das Verantwortungsbewusstsein der Frauen appelliert. Die Frau wurde nicht nur als Arbeitskraft verstanden, sondern erhielt auch erheblich mehr Rechte gegenüber Männern als in Westdeutschland. Um Beruf und Kindererziehung leichter/besser vereinbar zu machen, wurde das Kinderkrippen- und Kindergartennetz massiv ausgebaut. Frauen hatten, ebenso wie Männer, nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht arbeiten zu gehen, so heißt es im Artikel 24, Absatz 2 der Verfassung der DDR vom 9. Lebensjahr und die Erhöhung des Grundurlaubes gemessen an der Kinderzahl eingeführt. mangelhaften Kinderbetreuungseinrichtungen, die Verbindung von Familie und Berufstätigkeit. Im Kabinett Kohl III (März 1987 bis Januar 1991) gab es ein Ministerium für 'Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit'. Die wichtigste Neuerung im Bereich der Gesetzgebung zur Frauen- und Familienpolitik in dieser Zeit war 1950 die Verabschiedung des Gesetzes über den Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau. So gehört die Emanzipation zu den ältesten Forderungen der Arbeiterbewegung. Auf formal-juristischer Ebene wurde damit in der DDR Abschied von der Hausfrauen-Ehe genommen. Zivilgesellschaftliche und damit staatsferne Frauenorganisationen wurden nicht geduldet. ein Elternteil) umfaßt [sic!] Hinzu kam eine verstärkte staatliche Propaganda, welche Vollzeitarbeit als moralische Pflicht darstellte, deren identitätsstiftendes Moment betonte und zudem gleich lange Arbeitszeiten zum wesentlichen Kriterium der geschlechtlichen Gleichstellung erklärte. überlastet. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde für Frauen in der DDR als selbstverständlich angesehen und gezielt gefördert. 6.Zusammenfassung und Schluss. Andererseits leisten nach heutigen deutschen und amerikanischen Forschungen Betreuungseinrichtungen für Kinder einen unbestreitbaren Betrag an deren Sozialisation, insbesondere für Kinder aus Kleinfamilien. Partnerschaft zerbrach, mussten die einstigen Paare infolge des Wohnungsmangels häufig gezwungenermaßen weiterhin zusammenleben. Doch war auch in anderen Fällen Hausfrauenschaft weder verboten noch besonders selten, allerdings nicht so angesehen wie die Berufstätigkeit. Ehe und Familie wurden in diesem Zusammenhang als Einheit betrachtet zu einer elementaren und alternativlosen Form der „sozialistischen Lebensweise“ erklärt. Die Hauptthesen zur Frauenbefreiung, welche die theoretische Grundlage der DDR-Frauenpolitik bestimmt haben, waren insofern: In der Praxis waren die führenden Positionen in Staat und Partei männlich dominiert. Demokratische Frauenbund Westdeutschlands, Gesetzes über den Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau, Gesetz über die Abschaffung der Lebensmittelkarten, Gesetz über das einheitliche Bildungssystem, Gesetz über die Unterbrechung der Schwangerschaft, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, https://www.gesetze-im-internet.de/eherg_1/BJNR014210976.html, Gesetz über den Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau vom 27. Auf Grund der staatlichen Bemühungen und der ökonomischen Zwänge stieg der Anteil der erwerbstätigen Frauen kontinuierlich und erreichte 1986 ca. Zeiten von 6:00 Uhr morgens bis 16:30 Uhr waren keine Seltenheit. Startseite Startseite. Um Frauen zu Qualifizierungsmaßnahmen zu motivieren, wurde das Gleichberechtigungskonzept der Geschlechter ideologisch modifiziert. [5] Im Politbüro der SED war in den gesamten 40 Jahren keine einzige Frau vertreten. Frauen- und Familienpolitik der DDR, Kommunale Familienpolitik, Eidgenössische Abstimmung über die Familienpolitik, Familienpolitik, Erziehungsfreibetrag. So war in den Zeiten des Wohnungsmangels die einzige Möglichkeit das Elternhaus zu verlassen und eine eigene Wohnung zu erhalten, häufig die eigene Elternschaft. In der DDR waren die Einkommen relativ gering, da mussten die Frauen auch arbeiten gehen um die Familienkasse aufzufüllen und wegen der geringen Produktivität waren sie auch als Arbeitskräfte in der Wirtschaft unersetzbar. Die Frauen- und Familienpolitik der DDR war eng verbunden mit der Wirtschafts- und Sozialpolitik der SED. Zusammenfassung. Waren es in der Zeit vor 1958 insbesondere alleinstehende Frauen, die aus ökonomischen Zwängen heraus berufstätig sein mussten, richtete sich das Hauptaugenmerk der Regierung nun auf verheiratete Frauen und Mütter, die durch ihre Ehepartner bis dato materiell abgesichert waren. In der Familienpolitik scheute die DDR keine Kosten. Die Frauenfrage ist der Klassenfrage untergeordnet und löst sich mit ihr selbsttätig auf. Die „zweite Schicht“, die Betreuung der Kinder und die Arbeiten im Haushalt, nahm durchschnittlich 50 Stunden pro Woche in Anspruch und dauerte damit länger als die „erste Schicht“, die Berufsarbeit. Worauf Sie zu Hause vor dem Kauf Ihres Familienpolitik ddr brd vergleich achten sollten. Zusätzlich wurden weitere Maßnahmen ergriffen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen zu erleichtern. Mai 1958 führte zu einem starken Anstieg der Lebensmittelpreise. Frauen- und Familienpolitik hatten weder unterstüt-zende noch fördernde Funktion für die Frauen selbst. Der Ausbau von Kinderkrippen, Kindergärten und Schulhorten wurde in der DDR wohl auch deshalb stark forciert, um damit den Einfluss des Staates bzw. Im Kabinett Schröder II erhielt Renate Schmidt dieses Ministerium. Auf Grund der Kriegstoten und Gefangennahmen infolge des Zweiten Weltkrieges bestand in der damaligen SBZ im Jahr 1945 ein demografischer Frauenüberschuss von 57,5 %. Verfassung der UdSSR vom 5. Die Funktion der Familie als Sozialisationsinstanz rückte dabei wieder stärker in den Vordergrund. [11] Die Vereinbarkeit galt für Frauen in der DDR, entsprechend dem propagierten Frauen- und Familienleitbild, als Selbstverständlichkeit. In der Zeitspanne von 1945 bis 1949 war es daher insbesondere erforderlich, Frauen zum Wiederaufbau und zur Produktion zu bewegen und rechtliche Voraussetzungen für die Gleichberechtigung der Geschlechter im Erwerbssektor zu schaffen. Der DFW war friedenspolitisch sehr aktiv; er wurde in Westdeutschland bald als „Marionette der DDR“ rezipiert. Da Familien wirtschaftlich in der Regel auf das zweite Einkommen der Frauen angewiesen waren und staatliche Kinderbetreuungseinrichtungen zur Norm deklariert wurden, verlagerten sich wie in kaum einem anderen Land der Welt die familiären Sozialisationsaufgaben in gesellschaftliche Institutionen. Gründe für die Frauenarbeit waren… Des Weiteren wurde die 40-Stunden-Woche für vollbeschäftigte Frauen mit zwei Kindern ohne Lohnminderung, der bezahlte monatliche „Hausarbeitstag“ für vollbeschäftigte unverheiratete Frauen ohne Kinder ab dem 40. Laut Befragungen nach der Wende seien keineswegs alle Frauen mit den Betreuungseinrichtungen zufrieden gewesen und hätten auch von Vernachlässigung der Kinder erzählt. Später sorgte die marod… In der Abtreibungsfrage wurde den Frauen im Rahmen des 1972 eingeführten Abtreibungsgesetzes die Wahl gelassen die Schwangerschaft innerhalb der ersten zwölf Wochen abbrechen zu lassen. Seit 1972 wurde bei der Geburt jedes Kindes eine Beihilfe von 1000 Mark gezahlt, der Schwangerschafts- und Wochenurlaub wurde auf 18 Wochen ausgedehnt und alleinstehenden Müttern und kinderreichen Familien wurden Sonderrechte eingeräumt, insbesondere die finanzielle Unterstützung bei der Betreuung kranker Kinder und die Bevorzugung bei der Vergabe von Wohnraum und Krippenplätzen. Die gesetzliche Grundlage der Frauen- und Familienpolitik in der DDR bildete das 1950 beschlossene Gesetz über den Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau. Familienpolitik ddr brd vergleich Bewertungen. Die sogenannte „Gleichstellungspolitik“ der DDR hatte Einfluss auf diese einzelnen Lebensbereiche der ostdeutschen Frauen. Die Berufstätigkeit wurde dabei als inneres Bedürfnis aller Menschen und als immanenter Bestandteil der Persönlichkeitsentfaltung dargestellt. Dies zeigt genau, dass diese Emanzipationdie Frau SED für Das Ein große Rolle spielt. Inge Hieblinger: Frauen in unserem Staat. Es ist zusätzlich anzumerken, dass bei gleicher Arbeit auch kein gleicher Lohn gezahlt wurde. 1947 wurde der Demokratische Frauenbund Deutschlands gegründet, der sich in der DDR zu einer bedeutenden Organisation entwickelte und auch Delegierte in die Volkskammer entsandte. Frauenarbeit Die ökonomische Unabhängigkeit der Frau sei der Garant für ihre Befreiung von der „Sklaverei“ in der Hausarbeit. Quelle: Statistisches Jahrbuch der DDR 1987, S. 17. Wurde in den Jahren zuvor die Berufstätigkeit der Frauen als allein ausreichendes Mittel zur geschlechtlichen Gleichberechtigung propagiert, so bestimmte jetzt die von den Frauen erworbene Qualifikation und ihre berufliche Stellung den Grad ihrer Gleichberechtigung. Die Bemühungen um verbesserte Dienstleistungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen blieben zu dieser Zeit jedoch noch auf einem relativ bescheidenen Niveau, so dass eine große Anzahl der erwerbstätigen Mütter nur einer Teilzeitbeschäftigung nachging bzw. Die Frau genießt besonderen Schutz im Arbeitsverhältnis. die von der SED als „Grundlage der sozialistischen Familie“ propagierte Gleichberechtigung der Frau zur gesellschaftlichen Realität geworden ist, und 2. inwieweit die Familie sich in der DDR verändert hat und dem von der SED propagierten Idealbild einer sozialistischen Familie entspricht bzw. Der DFD, am 8. Um Grundsätzli-ches vorwegzunehmen: Ziel der frauen-politischen Leitlinien der SED war es, die Ziele der Partei in der Frauenpolitik wei-testgehend durchzusetzen. 9 Beziehungen. Wenn die Ehe bzw. Gründe für die Frauenarbeit waren zum einen wirtschaftlich und zum anderen sozial begründet. In diesem Zusammenhang rückte ab Ende der 1950er-Jahre auch die enge Verbindung zwischen Frauenerwerbstätigkeit und Familie in den Fokus der Frauenpolitik. Zudem wurde eine nicht berufstätige Ehefrau im Lohnsteuersystem der DDR nicht berücksichtigt, so dass jetzt auch verheiratete Frauen finanziell darauf angewiesen waren, zu arbeiten. Literatur Ab 1994 waren die beiden letztgenannten wieder ein Ministerium (Ministerin: Claudia Nolte (* 1966 in Rostock)). Im Rahmen der Familienpolitik förderte der Staat Ehepaare in erster Linie, wenn sie Kinder bekamen.

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